Gemeinsamkeit bei Spiel, Speise und Sport - mehr als ein Integrationsprojekt?!

Im Rahmen des Wirtschaftslehre-Unterrichtes führte die Klasse E4 ein Projekt zur Förderung der Integration von Flüchtlingen in den Klassen VAB O1, VAB2 und 3 durch.

Seit November 2016 erarbeiteten die Schüler die Theorie der Projektplanung und -durchführung, die dann in folgenden Projekten in die Praxis umgesetzt wurde: Klettern; Kochen und Backen (Danke an Frau Herter, die die Gruppe in der Küche unterstützt hat!) mit anschließendem Verkauf; Spiel, Spaß und Bewegung in der Günther-Klotz-Anlage; Fußballtraining; Schnitzeljagd mit Wissenswertem zu Stadt und Land; Picknick und Spiele im Schlossgarten.

Jeweils zehn Minuten Zeit hatten die Schüler der E4, um ihre Projekte in den VAB-Klassen vorzustellen und um Teilnehmer zu werben. Das Interesse war so groß, dass manche gleich an mehreren Projekten teilnahmen. Eine Pressegruppe begleitete die Teams, machte Bilder und interviewte die Teilnehmer. Allen Schülerinnen und Schülern hat es sehr viel Spaß gemacht und sie würden so ein Projekt jederzeit wieder durchführen. Die Organisatoren waren überrascht davon, wie gut die Kommunikation funktionierte, obwohl noch nicht alle Flüchtlinge die deutsche Sprache beherrschten. Ihre anfänglichen Berührungsängste hatten sich schnell gelegt und sie waren begeistert von der Offenheit der VAB-Schüler. Es wurden auch Telefonnummern ausgetauscht, um sich privat zu treffen.

Schließlich wurde das Projekt in einer schriftlichen Ausarbeitung dokumentiert und durch einen Theorieteil ergänzt. Dazu recherchierten die E4-Schüler z.B. Fluchtgründe, das Asylverfahren, die Integration der Flüchtlinge in die Arbeitswelt usw.

„Wir haben gelernt, dass man Menschen erst besser kennenlernen sollte, bevor man sich eine Meinung über sie bildet."

"Das Beste am Wirtschaftslehre-Projekt war, dass wir den VAB-Klassen zeigen konnten, dass sie selbst in einem Land, in dem sie fast niemanden kennen, auch Freundschaften schließen können."

Die E4-Schüler wünschen sich, dass so ein Projekt in Zukunft weitergeführt wird, da es hilfreich für die VAB-Schüler ist und eine Abwechslung zur Theorie im Wirtschaftslehreunterricht darstellt.

Pressegruppe E4/ Frau Fetsch

24h-Lauf für Kinderrechte 2017

198,8 Kilometer und 1367,30 Euro – ein Grund, stolz zu sein!

Es macht immer wieder Spaß, beim 24-Stunden-Lauf dabei zu sein, die Stimmung ist super, tagsüber läuft man zu Musik, wer gerade nicht unterwegs ist, unterhält sich mit Mitschülern oder Lehrern, die ganz Sportlichen kicken zwischendrin auf der Wiese, es gibt reichlich Getränke und Snacks – und all das auch noch für eine gute Sache!

Die Schulgemeinschaft der Elisabeth-Selbert-Schule schaffte es, fast 200 km zu laufen und landete damit auf Platz 40, immerhin. Bei den Spenden liegt die ESS wie gewohnt weiter vorne, diesmal auf dem beachtlichen 14. Platz. Wir verdanken dieses Ergebnis den großzügigen Spenden „unseres“ Nahkaufs Dittes, der Karlsruher Niederlassung von Kraus +Naimer, der LDA GmbH & Co KG sowie allen Eltern, Großeltern und Lehrern, die unsere Läuferinnen und Läufer unterstützt haben.

Vielen Dank, natürlich auch an die Heldinnen und Helden der Aschenbahn! Ergebnis (PDF)  Urkunde (PDF)
Mit dem erlaufenen Geld wird eine Vielzahl von Karlsruher Projekten zum Wohl von Kindern unterstützt. Danke an alle, die teilgenommen haben!

Reportage zum Karlsruher 24h-Lauf (Youtube)

Der neue 24h-Lauf Clip (Youtube) ist online. Schaut mal rein - vielleicht findet ihr euch wieder!

Y-ESS unterstützt TafF

Der Karlsruher Tagestreff für Frauen – Auszeit in schwierigen Lebenssituationen

Es gibt viele Ursachen für Obdachlosigkeit: Verlust der Arbeit, Krankheit, psychische Probleme, häusliche Gewalt … plötzlich findet man sich auf der Straße wieder. Frauen sind in dieser Situation besonders gefährdet, darum ist der „Tagestreff für Frauen, TafF“ ein wertvoller Anlaufpunkt für sie. Dort erwartet sie Beratung, Ruhe, eine Postadresse, jemand zum Reden, eine Dusche, kurz – sie können mal durchatmen.

Lissi Hohnerlein, die Leiterin des TafF, folgte einer Einladung von Y-ESS und berichtete am 7. Juli sehr eindrucksvoll über die Arbeit von Sozpädal e.V. Diese Karlsruher Einrichtung fördert sozial benachteiligte Menschen, die vom öffentlichen Hilfesystem nicht ausreichend erfasst werden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt im Bereich der Wohungslosen- und Jugendhilfe. TafF ist eines dieser Sozpädal-Projekte. Anschaulich schilderte Frau Hohnerlein von schlimmen Lebenssituationen, aus denen niemand ohne Hilfe herausfindet und tragischen und erfreulichen Einzelschicksalen. Die anwesenden Jugendlichen der Eingangsklassen des BG und der 2P1/1 waren sichtlich beeindruckt und stellten zahlreiche Fragen.

Bereits zu Beginn der Veranstaltung überreichten Mitglieder des Schülervorstandes von Y-ESS einen Scheck über 250 Euro, das Geld soll im TafF bei der medizinische Versorgung unterstützen.

Faire Abi-T-Shirts dank Y-ESS

Ein großes Dankeschön an den Y-ESS Verein der Elisabeth-Selbert-Schule! Er engagiert und organisiert nicht nur zahlreiche Hilfsprojekte, sondern unterstützt auch die Schüler der Schule. So war es erstmals möglich, dass sich unser Jahrgang für Fair-Trade-Abi-Pullis entschieden hat.

Wenn wir einkaufen, machen wir uns selten Gedanken darüber, woher die Produkte kommen und vor allem, wie sie produziert werden. Die Menschen, die unsere Klamotten produzieren, arbeiten unter äußerst schlechten Bedingungen und werden miserabel bezahlt: der Stundenlohn in Bangladesch liegt z.B. bei 17 Cent, das reicht zum Überleben kaum aus. In den Fabriken herrschen keinerlei Sicherheitsvorkehrungen. Die Arbeiterinnen sind ungeschützt Pestiziden oder Bleichmitteln ausgesetzt. Kinder haben keine Chancen auf eine gute Schulausbildung, da sie oft arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt der Familie mit zu finanzieren. So entsteht ein Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt – es sei denn, wir Verbraucher in den reichen Ländern fragen kritisch nach Arbeitsbedingungen und kaufen fair ein.

Im Jahre 1946 wurden die ersten Fair-Trade Organisationen gegründet. Diese sorgen nicht nur für eine angemessene Belohnung der Arbeiter, sondern auch für die Einhaltung der Menschenrechte, sozialverträgliche Arbeitsbedingungen, Gleichberechtigung von Frauen, Verbot von Kinderarbeit und für Umweltschutz. Hinter den Fair-Trade Siegeln steckt viel mehr als man denkt! Fair-Trade Produkte sind zwar teurer als herkömmliche, aber wenn wir bedenken, was alles dahinter steckt, müsste uns das die paar Euro mehr wert sein.

Der Y-ESS Verein unterstützte uns, indem er den Differenzbetrag zwischen unter herkömmlichen Bedingungen produzierten Pullis und Fair-Trade-Pullis übernahm. Wir hoffen, dass wir damit ein Zeichen an unserer Schule setzten konnten und sich die nachfolgenden Jahrgänge auch für Fair-Trade Pullis entscheiden werden. Vielen lieben Dank für die Hilfe!

Mara Linda Stawitzky

Schulsanitätsdienst

INTERVIEW MIT RAPHAEL KÖHLY, E1

Schulsanitäter sorgen für Sicherheit im Schulalltag, bei Ausflügen oder Sportveranstaltungen. Sie helfen ihren Mitschülern in Notfällen, wissen, wie eine stabile Seitenlage geht oder wie ein Verband anzulegen ist.

Raphael, wie bist du auf die Idee gekommen, einen Schulsanitätsdienst aufzubauen?

Raphael: Dafür gab es verschiedene Gründe: An meiner vorherigen Schule, der Drais-Realschule, habe ich schon mal einen Schulsanitätsdienst mit aufgebaut. Ich finde es wichtig, dass es an jeder Schule so eine Einrichtung gibt, dass jemand da ist, der einigermaßen professionell hilft, bis die Profis kommen. Also bin ich zu Frau Bergemann und die war sofort begeistert.

Außerdem bin ich bereits seit 6 Jahren beim THW engagiert und die gemeinsamen Katastrophen-Übungen mit dem Roten Kreuz waren immer besonders beeindruckend. Ich habe dabei Kontakte geknüpft und so hat sich die Idee, hier an der ESS einen Schulsanitätsdienst aufzubauen, immer mehr verfestigt.

Wie viele seid ihr? Kann man bei euch noch mitmachen?

Wir sind im Moment ein fünfköpfiges Leitungsteam. Klar, neue Leute sind immer willkommen! Wir pflegen ja den Kontakt zur SMV, da passiert viel über Mundpropaganda.

Worin besteht eure Ausbildung?

Wir arbeiten gerade dran, Ausbilder an die Schule zu bringen, damit wir alle einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren können und hoffen, dass der Förderverein uns bei der Finanzierung hilft. Es ist wichtig, dass die Schulsanis sicher sind bei dem, was sie tun.
Wir treffen uns zweimal im Monat und machen Übungen. Lehrer sind nicht dabei. Auch im Ernstfall, wenn z.B. jemand umkippt, ist es besser oder zumindest anders, wenn Schüler Schülern helfen, ohne Lehrer.

Wenn du in zwei Jahren dein Abi gemacht hast, geht es dann trotzdem noch weiter mit dem Schulsanitätsdienst?

Davon gehe ich aus. Es gibt zum Glück immer Leute, die Verantwortung übernehmen, gerne im Team arbeiten und Neues lernen wollen. Und das macht ja auch Spaß!

(Die Interviewfragen stellte I. Holl)