Elisabeth-Selbert-Schule Karlsruhe

Telefon: 0721 133 4937
Fax: 0721 133 4936
Email: sekretariat@ess.karlsruhe.de

  • Berufliches Gymnasium

    Biotechnologie | Ernährungswissenschaft | Sozialwissenschaft

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  • Berufskolleg

    Hauswirtschaft | Pflege | Erziehung | Sozialpädagogik, integriertes Studium

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  • Berufsfachschule

    Hauswirtschaft | Pflege | Altenpflege | Kinderpflege | Generalistische Pflegeausbildung

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  • Berufsschule und Sonderberufsschule

    Hauswirtschaft | Gastronomie

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  • Vorqualifizierung

    Arbeit/Beruf

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Unsere Schularten

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Jubiläum - 25 Jahre ESS

Das Jahr 2021 ist für die Elisabeth-Selbert-Schule ein ganz besonderes, denn sie feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen! Dazu gratulieren ihr das Kollegium und die Schülerschaft von ganzem Herzen.

Was heute so selbstverständlich als ESS empfunden und erlebt wird, ist vor 25 Jahren aus zwei eigenständigen Schulen entstanden. In direkter Nachbarschaft im Beiertheimer Feld befanden sich einerseits die Helene-Lange-Schule als Berufs-, Berufsfach- und Berufsaufbauschule mit hauswirtschaftlich-pflegerischer und sozialpädagogischer Ausrichtung inklusive Berufsvorbereitungsjahr;  andererseits die Getrud-Bäumer-Schule, die sich mit dem Berufskolleg, Berufsfach- und Fachschulen sowie dem Gymnasium in eine ähnliche Richtung entwickelt hatte. So war es für den Karlsruher Gemeinderat naheliegend, die beiden Schulen 1996 zu einer Schule zusammenzufassen, um die angespannte Raumsituation zu entzerren und um Personalkosten einzusparen.

Diese Pläne stießen aber im Kollegium zunächst auf wenig Begeisterung, wie sich aus Berichten der damals Beteiligten entnehmen lässt. So empfanden einige Kolleginnen und Kollegen im L-Haus (Lange-Schulhaus) die anderen aus dem B-Haus (Bäumer-Schulhaus) als arrogant und abgehoben, während die Kolleginnen und Kollegen aus dem B-Haus die „Kochlöffel-Lehrer“ aus dem L-Haus nicht recht ernst nehmen wollten. Man sprach sich gegenseitig die pädagogische Kompetenz ab: Alles unterhalb des Gymnasiums konnte ja wohl kein echter Unterricht sein, beziehungsweise die von der Bäumer in ihrer elitären Gymnasialblase hätten anscheinend wenig Ahnung von echter Pädagogik. Die Gräben zwischen den beiden Kollegien waren tief, der Austausch auf das Nötigste beschränkt. „Es wuchert zusammen, was nicht zusammen gehört“ war das vorherrschende Gefühl.

Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass die Schule einen neuen Namen erhielt, der auf eine Initiative aus der Mitte des Kollegiums vorgeschlagen wurde: die „neue“ Schule sollte Elisabeth-Selbert-Schule heißen und sich mit ihrer Namensgeberin in die Tradition der beiden Vorgänger-Schulen einreihen. Denn genau wie Elisabeth Selbert waren auch Helene Lange und Getrud Bäumer Politikerinnen und Frauenrechtlerinnen, die sich für die Gleichberechtigung eingesetzt haben. Einen besonderen Verdienst für die Gleichberechtigung leistete Elisabeth Selbert als Mitglied des Parlamentarischen Rates, indem sie mit ihren Mitstreiterinnen durchsetzte, dass der Artikel 3 (Männer und Frauen sind gleichberechtigt) ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen wurde. Der neue Name passte gut zu einer Schule, die überwiegend von Mädchen besucht wurde.

Eine Besserung der Situation trat erst ein, nachdem das gesamte Kollegium zwei pädagogische Tage in Esslingen verbrachte. Auf diese Weise gelang es der neuen Schulleiterin, Frau Bruck, einige der Vorurteile abzubauen, die Kontakte zwischen den beiden Kollegien zu intensivieren und die Mauer in den Köpfen zumindest zu verkleinern. Wie sieht es heute aus? Nachdem sich die Bezeichnung von L-Haus und B-Haus noch über zwei Jahrzehnte hielten, ist seit kurzem auch diese letzte gedankliche Barriere gefallen. Heute sprechen wir ganz neutral von A-Haus und B-Haus, auch wenn das den ein oder anderen noch etwas Überwindung kostet (vor allem, weil das B-Haus jetzt A-Haus heißt und dafür das L-Haus B-Haus…). Und auch das Kollegium empfindet sich inzwischen als ein gemeinsames Team, denn beide unterrichten in beiden Gebäuden die unterschiedlichsten Schularten. Die Mehrzahl der heutigen Lehrerinnen und Lehrer kennt die ESS nur als Einzelschule, die kurioserweise zwei Schulhäuser besitzt. Und auch die pädagogische Arbeit in beiden Häusern wird wechselweise wertgeschätzt. Von daher kann man guten Gewissens sagen: Es wuchs zusammen, was zusammengehört!

Kerstin Klenert-Hahn

ESS News

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